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Wasser ist neben Luft, Erde und Feuer eines der Elemente der Welt und Ursprung allen Lebens. Das kostbare Nass ist das Lebensmittel Nummer eins und unverzichtbare Ressource auf unserem Planeten. Über die Erde verteilen sich 1,38 Milliarden Kubikkilometer Wasser. Doch nur 0,3 % davon sind Trinkwasser.
Die Bundesrepublik Deutschland gehört mit ihren zahlreichen Oberflächengewässern zu den wasserreichsten Regionen der Erde. Durchschnittlich fallen auf das Gebiet der Bundesrepublik im Jahr circa 770 Liter Wasser pro Quadratmeter in Form von Tau, Regen, Schnee, Hagel, Rauhreif oder Nebel. Der Wasserkonsum in den alten Bundesländern erhöhte sich von 1900 bis 1990 von ungefähr 40 Litern auf 145 Liter pro Kopf und Tag. Im Zeitraum von 1990 bis 1996 hat sich der personenbezogene Wasserverbrauch um gut 12 Prozent auf ca. 128 Liter vermindert.
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Der Rückgang ist im Wesentlichen auf ein verändertes Verbraucherverhalten zurückzuführen. Im Haushaltsbereich zeigt sich dies im Einsatz moderner Technik in Form von Wasser sparenden Haushaltsgeräten und Armaturen. 35 Liter teuer aufbereitetes Trinkwasser fließen pro Kopf und Tag allein durch die Toilette; würden die Verbraucher nun ihre WC´s mit Spartasten ausrüsten, so könnten bei einem 4-Personen-Haushalt Einsparungen von ca. 50 Litern pro Tag realisiert werden. Auch die Industrie spart Wasser indem sie zunehmend den Wassereinsatz durch Mehrfachnutzung und Wasserrecycling reduziert. Außerdem tragen die steigenden Abwassergebühren zu einer Beschleunigung des Bewusstseinswandels bei. Wasserspartechniken und moderne Sanitärarmaturen werden auch in Zukunft zu einem rückläufigen Wasserverbrauch führen, der die Wasserversorger und die Kläranlagen entlastet.
Das regionale Wasserangebot schwankt in Quantität und Qualität. Insbesondere Rückstände aus der Landwirtschaft, wie Pestizide oder Nitrate und Ausblutungen von Altlasten verunreinigen das Grundwasser. Die Einhaltung von Grenzwerten für unser Trinkwasser wird von den Wasserversorgungsunternehmen ständig kontrolliert. Für kein anderes Lebensmittel wurden bislang so viele und so strenge Grenzwerte und Vorschriften festgelegt wie für Trinkwasser. Die Unternehmen der öffentlichen Wasserversorgung nehmen ihre Preisbildung nach kostenorientierten Grundsätzen vor. Das bedeutet, dass über den Wasserpreis alle Kosten für die Trinkwasserversorgung gedeckt werden müssen. Dieser kostendeckende Wasserpreis ist eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftlich gesunde Wasserversorgungsunternehmen. Dadurch werden notwendige Investitionen ermöglicht, um jederzeit und überall eine quantitativ und qualitativ einwandfreie Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Die Wasserpreise unterscheiden sich deshalb von Ort zu Ort, auch im Landkreis Tübingen, erheblich.
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Die Preisspanne im Landkreis Tübingen ist enorm.
Wesentlich für die Preisgestaltung sind die Fixkosten vor Ort. In Ammerbuch etwa hat man seit je mit den Kosten für ein weit verzweigtes Kanalnetz zu kämpfen und mit der Tatsache, dass besonders schwere Gesteinsformationen und schwammiger Untergrund aufwändige Reparaturen und Neuinvestitionen notwendig machen. Andererseits können Gemeinden (Beispiel Gomaringen) von ihrer kompakten Siedlungsstruktur ebenso profitieren wie von eigenen Quellen und einer gut funktionierenden Kläranlage.
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